PM zum Artikel v. 12.1.2016 im Grenzlandkurier "Kritik an Plänen für neue Windrad-Standorte" und zur Berichterstattung im Extra-Tipp am Sonntag vom 08.01.
13. Jan 2016

Ohne Windkraft wird es nicht gehen

„ Eine Landschaft ohne Windräder mag schöner sein.  Jedoch sollten wir auch in Viersen die regenerative Kraft des Windes nutzen und die  Aufstellung von Windrädern ermöglichen“  so  Martina Maaßen, Fraktionsvorsitzende der Grünen und Landtagsabgeordnete, zu der geäußerten Kritik an den kürzlich vorgestellten Plänen, zwei Gebiete in Viersen für  Windräder zur Verfügung zu stellen.

„Momentan wird in NRW lediglich etwas mehr als 4 % der Stromerzeugung mit Windkraft erzeugt. Die Braunkohleverstromung, Klimakiller Nr. 1, verantwortlich für besorgniserregend hohe Quecksilberwerte in unseren Gewässern  und Verursacher weitreichender und langfristiger negativer Eingriffe in den Grundwasserhaushalt einer ganzen Region, macht einen Anteil von fast 46 % der Stromerzeugung im Bundesland aus“ erläutert Maaßen weiter.

40 % aller Treibhausgasemissionen Deutschlands kommen aus NRW. Wenn nicht sehr bald etwas an dieser hohen Zahl gemacht wird, werden die Klimaschutzziele NRWs und Deutschlands nicht ansatzweise erreicht. Bei der dringend notwendigen Reduktion von CO2-Werten kann nicht auf Windenergie verzichtet werden. Immerhin werden die geplanten Windräder schätzungsweise 10.000 Haushalte mit sauberer Energie versorgen. Damit leistet auch Viersen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, in dem solche Anlagen ermöglicht werden.

 „Jeder, der schon einmal am Rand vom Tagebau Hambach gestanden hat und von dort aus die riesigen Braunkohlenmeiler gesehen hat, der wird gewiss nicht sagen, dass Windräder die Landschaft verschandeln. Natürlich müssen Bedenken der Anwohner durch Aufklärung und Transparenz ausgeräumt werden, doch es bestehen hohe umweltrechtliche Auflagen seitens der Landesregierung, die für den Schutz der Fauna und Flora sorgen. Auch haben Untersuchungen des Landesumweltamtes Bayern ergeben, dass Infraschall kaum ein belastendes Thema bei Windkraftanlagen ist. Daher steht die Grüne Fraktion voll hinter der Entscheidung, die beiden Flächen an der Nette als Konzentrationszonen für Windkraftanlagen auszuweisen. Wir werden natürlich ein genaues Auge auf die noch bevorstehenden artenschutzrechtlichen Untersuchungen haben und den Prozess intensiv begleiten. Windkraftanlagen kann man auch schnell wieder demontieren, sollten sie eines Tages nicht mehr nötig sein. Atommüll und auch die möglichen Ewigkeitskosten der Braunkohletagebaue werden uns und unsere Kindeskinder noch lange beschäftigen“ stellt Martina Maaßen klar.